Die Maginot-Linie im Lothringen

Ca 40 km von Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) in Richtung Frankreich, im Département de la Moselle auf der N 62 zwischen Sarreguemines und Bitch liegt der Ort Rohrbach. Eigentlich ist es ein Ort wie jeder andere wehre da nicht das “Fort Casso”.

Das B-Werk verteidigte die Höhen von Rohrbach mit 6000m³ Beton, 500 Tonnen Stahl, 32 automatische Waffen und 8 Panzerabwehrkanonen. Die Festung besteht aus 3 Blöcken an der Oberfläche (alle besichtigungsfähig) und eine, unter 25 m Kalkfelsen liegende kleine Stadt. Die 173 Mann starke Mannschaft unter dem Kommando von Hauptmann De Saint Ferjeux, verfügte über den Komfort einer modernen Küche, einer elektrischen Zentrale, ein gut funktionierendes Ventilationsystem, und eine Kaserne. Das ganze Objekt wurde mittels Warmluftheizung erwärmt. Es war möglich zwei Monate zu kämpfen ohne Versorgung von außen, aber die Geschichte nahm einen anderen Verlauf.

Mai 1940, der französische Rückzug im Norden, 15. Juni, die Deutschen brechen durch im Saartal. Von 20. Juni 1940 an umzingeln sie die Position, und versuchen zweimal den Block II zu stürmen, ohne Erfolg.  Die Festung wurde nicht eingenommen, sie ergab sich auf den Befehl der Regierung nach Unterzeichnung des Waffenstillstandes.

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Um die Vorderseite des Eingangsbereiches zeiht sich ein ca. 2 m breiter und 4m tiefer Graben, welcher das Eindringen in die Anlage zur damaligen Zeit unmöglich machte. Die äußere Tür zur Anlage fungierte gleichzeitig als  Zugbrücke und im hochgezogenen Zustand als Panzerung. (siehe Bild unten)

Eingang zum B-Werk und Obergeschoß des Block II

Zur Bewachung und Verteidigung des Einganges reichte ein Maschinengewehr vollkommen aus. (Schießöffnung unter der Jahreszahl)

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Blick in das Tunnelsystem mit einer Länge von Block III - Block I von ca. 485m und von Block III - Block II von ca.335m.

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Blick auf die Blöcke I und III mit herausgefahrenen Geschütztürmen.

Die obere Etage der Geschütztürme wird mit Hilfe eines Gegengewichts und einer ausgeklügelten Mechanik aus- und eingefahren. Im eingefahrenen Zustand ist von den Türmen nur eine kleine Erhebung zu sehen, welche natürlich stark gepanzert ist.

Das B-Werk wurde von außen mittels Erdkabel mit Elektrizität versorgt. Im Ernstfall oder bei Zerstörung der Leitung standen der Mannschaft 2 Dieselgeneratoren zur Verfügung. Die Maschinen sind dank der freiwilligen Helfer noch in einen sehr guten Zustand. Einer der beiden wird heute noch jeden Monat einmal probehalber in Betrieb genommen. Natürlich waren auch genügend Treibstoff in der Anlage vorrätig.

In dieser Küche wurde für die Mannschaft täglich 3 Malzeiten gekocht. Das Einnehmen des Essens fand wegen Platzmangels in Schichten statt. Gegessen wurde an Tischen die im Tunnelsystem klappar angebracht waren. (siehe Blick in das Tunnelsystem)

Einblick in die Mannschaftsunterkunft. Da im B-Werk in 3. Schichten Dienst verrichtet wurde, wurde ebenfalls in 3. Schichten geschlafen. Zu diesem Zweck konnten in dem Raum Hängematten links und rechts an Hacken befestigt werden.

Schlafraum der Offiziere mit Doppelstockbetten aus Stahl, noch mit Originalfarbe.

Lageplan und Anfahrtsbeschreibung

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